Beacons: Smartphone-Werbung der nächsten Generation

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Beacons, eine neue Technologie die neue Wege für Werbung aber auch viele weitere Funktionen bieten soll. Bereits große Unternehmen in den USA führen erste Tests durch und erproben die neue Technologie. Auch hierzulande werden erste Tests geplant und vorbereitet.

Was ist Beacon?

Beacon heißt übersetzt Leuchtfeuer. Die Beacon-Sender sind spezielle Sender, die mithilfe des Bluethooth 4.0 Standards Daten versenden. Neben Sendern besteht auch die Möglichkeit, dass Smartphones als sogenanntes Beacons agieren, meistens werden jedoch Sender verwendet. Ein Beacon sendet ein Signal bis zu 30 Meter im Umkreis um bestimmte Daten zu verschicken. Die Stromquelle stellt dabei eine Knopfzelle bereit, die Monate und in einigen Fällen sogar Jahre halten soll.

Smartphones können die gesendeten Daten empfangen, jedoch nur, wenn sie spezielle Apps installiert haben, die die Beacon-Codes auswerten können. Die Apps müssen im Hintergrund laufen sowie das Bluetooth muss aktiviert sein, damit die Beacon-Signale empfangen werden können.

Die Beacons senden drei Nummern hinaus und können keine Daten empfangen. Die drei Nummern enthalten etwa Daten wie den Standort des Beacon-Senders oder Standorte einzelner Filialen. Wer keine App zur Interpretation der Beacon-Identifikationsnummern installiert hat, braucht keinen Datenempfang befürchten, auch das Ausstellen des Bluetooths würde den Empfang der Daten verhindern.

Beacon als Mehr- und Werbenutzen

Als Vermittler für Werbung aber auch andere interessante Inhalte soll die Beacon-Technologie genutzt werden. Hierzulande wollen die Ströer, die Deutsche Bahn und Sensorberg die Technologie erstmals testen. Erprobt wird die Technologie in einem Bahnhof. Dort sollen Nutzer dann Rabat-Coupons und Hinweise für Sonderangebote erhalten, die jeweils für nahegelegene Geschäfte angezeigt werden. Die Beacon-Technologie soll allerdings ein Mehrnutzen für Benutzer bieten und nicht nur Werbung sondern auch nützliche Inhalte auf die Smartphones senden, die vor allem beim Reisen interessant sein sollen.

Verwendung ist vielseitig

Auch als Wegweiser sollen die Beacons ihre Verwendung finden. Um etwa in einem großen Gebäude zum richtigen Trakt zu finden oder möglicherweise den richtigen Raum zu finden. Eine weitere Möglichkeit wäre auch in Schulen einsetzbar. Wenn der Lehrer den Raum betritt, werden alle Freizeitapplikationen der Lerntablets der Schüler deaktiviert und nur die Lernapps lassen sich aufrufen. Diese Ideen und Vorstellungen lassen sich mithilfe der Beacons umsetzen.

Beim Einkaufen können die Beacons neben dem Anzeigen von Werbung auch einen nützlichen Zweck erfüllen. Nutzer einer Einkaufslisten-App können in einem Supermarkt Sonderangebote oder Produkte mithilfe der Beacon-Sender zugeschickt bekommen. Der Kunde wird so zu den gewünschten Produkten geführt und muss nicht lange suchen. Stammkunden können gegebenenfalls mit Rabatten gebunden werden.

Technologie hängt von den Nutzern ab

Natürlich werden einem gute Inhalte und Funktionen geboten, dennoch bedeutet das Nutzen der Beacons und deren Apps, dass die aktuellen Standorte geliefert werden und möglicherweise andere Nutzerdaten gesammelt werden. Den Nutzern müsse somit ein Mehrnutzen geboten werden, damit sie unter anderem ihre Ängste überwinden können, teilte Ströer-Geschäftsführer Christian von der Brincken mit. Somit sollen vor allem junge Smartphone-Besitzer mit dieser Technologie angesprochen werden, da diese eher selten ohne Smartphone ausgestattet sind und auch leichter die Privatsphäre offenlegen.

Große Firmen nutzen Beacons bereits

Bereits Apple hat alle seine Filialen in den USA mit der Technik ausgestattet und hat zudem bereits eine eigene Technologie mit dem Namen iBeacon eingereicht. Die Konkurrenz zeigte sich entsprechend nervös zu dieser Bekanntgabe. Der Bezahldienst PayPal will zudem Beacon zur Grundlage eines neuen Bezahlsystems machen. PayPal wäre somit zum ersten Mal auch physisch nutzbar. Auch Burger King und Starbucks nutzen die Technologie in den USA, Kunden werden mithilfe einer App benachrichtigt, wenn sie an einem Starbucks beziehungsweise einem Burger King vorbeilaufen. Die MLB-Liga in den USA hat außerdem ein Drittel der Stadien mit der Technologie versehen und bietet den Besuchern somit bessere Sitzplätze an, wenn diese noch vorhanden sind.

Weihnachtsgeschäft zeigt Erfolg

Vor allem zum Weihnachtsgeschäft lässt sich einsehen, ob diese Technologie in Zukunft Erfolg haben wird. Zur „fünften“ Jahreszeit werden viele Käufe getätigt und Geschäfte sowie Händler können vielleicht erste Nutzer für das Nutzen der Beacon-Technologie überzeugen und somit den ersten großen Erfolg erzielen. Ob es sich jedoch in Zukunft etablieren wird, bleibt zunächst abzuwarten.